Immanuel · Ja Jesus
Lernen Sie Jesus Christus mit diesem Kurs selbst kennen! Ihr Leben wird sich dadurch positiv verändern.
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Manche Christen glauben aufgrund von 1. Petrus 3,18-20 und 1. Petrus 4,6, dass Jesus nach seiner Kreuzigung als Geistwesen den Verstorbenen in der Hölle das Evangelium verkündigt habe. Ist das wirklich gemeint?
Bei der Erklärung schwer verständlicher Texte dürfen die klaren und eindeutigen Aussagen der Bibel nicht übersehen werden. Die Bibel widerspricht sich nicht selbst, sondern ergänzt sich nur. Deshalb stehen die reichlich vorhandenen eindeutigen Aussagen auch über den wenigen, die schwierig zu verstehen sind. Wir dürfen auch nichts in die Bibel hineinlesen, was ihre Schreiber nicht kannten oder glaubten. Dieser Text muss also unter folgenden Voraussetzungen verstanden werden:
Von diesen Bibeltexten aus gesehen, kann Jesus nach seiner Kreuzigung den Toten nicht das Evangelium verkündigt haben. Der Petrustext muss etwas anderes meinen.
Petrus steht in keinem Widerspruch zu Johannes, Paulus, Salomo oder David. Der Widerspruch entsteht erst durch die Interpretation seiner Aussage. Der Apostel spricht von keiner Hölle, in der unsterblichen Seelen gepredigt wird. Es geht ihm vielmehr um Menschen, die vor der Sintflut lebten und in ihrer Sünde gefangen waren (vgl. 2. Timotheus 2,26; Jesaja 61,1.2).
Auch vom historischen Standpunkt aus gesehen kann Petrus nicht gemeint haben, dass die Toten durch den verstorbenen Christus eine zweite Chance erhielten. Die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele drang nämlich erst im 3. Jh. n. Chr. in das Christentum ein und wurde 1515 n. Chr. auf dem 5. Laterankonzil zur verbindlichen Glaubenslehre erhoben. Luther lehnte sie strikt als unbiblisch ab (Osterloh-Engelland, Biblisch Theologisches Handwörterbuch zur Lutherbibel, 1964, S. 626). Man sollte hier also nichts in die Bibel hineinlesen, was ihre Schreiber nicht vertraten.
Petrus will vielmehr sagen: Jesus hat durch den Heiligen Geist auch schon damals (zur Zeit Noahs beispielsweise) den Gottlosen (den „Gefangenen der Sünde“) das Evangelium verkündigt. Aber die meisten haben nicht geglaubt. Das Evangelium ist also keine neue Sache. Auch die Toten haben es gehört – als sie noch lebten. Manche von ihnen haben sich damals bekehrt (1. Petrus 4,6), selbst wenn sie ihr Leben verloren. Die frohe Botschaft von der Erlösung durch Gottes Gnade ist also keine Sache des Neuen Testamentes allein, sie wurde auch schon zur Zeit des Alten Testamentes gepredigt (siehe auch Jesaja 53).
Die Aussagen von Petrus über die Predigt Jesu zu den Toten kann leicht missverstanden werden. Der Textzusammenhang und der historische Hintergrund zeigen aber auf, was gemeint ist: Schon zur Zeit des Alten Testaments wirkte Jesus und verkündigte durch den Heiligen Geist und geisterfüllte Menschen Gottes Botschaft, um Menschen zu retten.
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Lebensnahe Darstellung des christlichen Glaubens und der Freundschaft mit Jesus
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