Start in die Zukunft
Die biblischen Prophezeiungen sind faszinierend und glaubensstärkend. Entdecken Sie, was die Bibel über Vergangenheit und Zukunft zu sagen hat!
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Die Bundeslade war ein vergoldeter Kasten aus Akazienholz, der zum israelitischen Heiligtum (Stiftshütte bzw. später Tempel) gehörte. Sie symbolisierte die Herrschaft und den Thron Gottes und stand im (bis auf wenige Ausnahmen) unzugänglichen Teil des Heiligtums, dem Allerheiligsten.
Ihr Aufbau hatte tiefen Symbolgehalt: Der unsichtbare Gott ist anbetungswürdig (anbetende Cherubim auf der Bundeslade). Seine Herrschaft beruht auf Gnade und Versöhnung (Gnadenstuhl, der Deckel der Bundeslade; auch Sühnedeckel, Versöhnungsdeckel genannt) und auf Gerechtigkeit (die zwei Steintafeln mit den Zehn Geboten wurden in der Bundeslade aufbewahrt). Dabei stehen Gottes Gnade und sein Versöhnungswillen über seiner Gerechtigkeit. Er ist also kein unnachsichtiger, harter, sondern ein barmherziger Richter, der denjenigen begnadigt, der seine Schuld bereut und um Vergebung bittet.
Für Paulus sind im Hebräerbrief die symbolischen Aussagen des Heiligtums wichtiger als die Gegenstände selbst. Ohne diese geistlichen Wahrheiten wäre der Tempel auch nur ein Gebäude und die Bundeslade nur ein vergoldeter Akazienholzkasten gewesen. Die symbolischen Aussagen sind also das Eigentliche. Wie die Archäologie zeigt, brauchten die Menschen damals immer wieder Anschauungsmaterial und Gegenstände, um bestimmte Wahrheiten stets vor Augen zu haben und sie nicht zu vergessen. Deshalb hat Gott den Israeliten auch das Heiligtum mit seinen vielen bildhaften Handlungen und Gegenständen gegeben.
Als Jesus kam, machte er den Menschen klar, dass es letztlich darum geht, Gott „im Geist und in der Wahrheit“ anzubeten (Johannes 4,19-24). Paulus zitiert den alttestamentlichen Propheten Jeremia, der schon angekündigt hat, dass Gott einen neuen Bund mit uns Menschen schließen will, bei dem seine Gebote nicht mehr auf zwei Steintafeln stehen, sondern im Herzen des Gläubigen geschrieben werden (Hebräer 8,8-13). Es ist dasselbe Gesetz, nur der Ort, wo es aufbewahrt wird, hat sich geändert. Es reicht eben nicht, wenn wir Gottes Willen schriftlich haben, er aber nicht in uns lebt und nicht unser Wollen, Denken und Fühlen bestimmt.
Nicht das irdische Heiligtum ist demnach für uns wichtig, sondern das himmlische oder das wahre Heiligtum (Hebräer 8,1.2). Das irdische Heiligtum wurde schließlich nach dem Vorbild des himmlischen erbaut (2. Mose 25,8.9.40). Es ist wie ein Abbild und Schatten dessen, was wirklich zählt. Im Himmel ist der eigentliche Ort der Versöhnung und der wahre Thron Gottes. Das Irdische sollte nur symbolisch darauf hinweisen (Hebräer 9,24).
Wenn in der Offenbarung davon gesprochen wird, dass sich die Bundeslade im Tempel Gottes im Himmel befindet (Offenbarung 11,19), dann bezieht sich das auf das himmlische Heiligtum. Am Ende der Zeit wird allen Menschen klar werden, dass im Himmel ein anbetungswürdiger, gnädiger und gerechter Gott ist (vgl. Offenbarung 14,6.7).
Josephus Flavius, ein jüdischer Geschichtsschreiber, schreibt in seinem Buch „Altertümer“, dass Jeremia die Bundeslade versteckt hat, als Nebukadnezar Jerusalem angriff und anschließend den Tempel zerstörte. Die Bibel schweigt darüber und sagt nur, dass die anderen Geräte des Tempels nach Babylon mitgenommen wurden (2. Könige 25,14.15; Daniel 5,1-3). König Kyros gab später den Juden wieder die Geräte mit (Esra 1,7-11). Nachdem die Römer den zweiten jüdischen Tempel zerstört hatten, kamen die Geräte nach Rom, gingen dort aber verloren. Der siebenarmige Leuchter wird noch auf dem Titusbogen in Rom abgebildet (Triumphzug des Titus durch Rom).
Manche Archäologen vertreten die Auffassung, dass die Bundeslade sich unterhalb Jerusalems in einer verschütteten Höhle befindet. Andere meinen, Jeremia hätte sie in Höhlen östlich Jerusalems verborgen. Laut Makkabäer 2,4-8 (das ist ein Buch aus den Apokryphen) hat er sie jedoch an dem Berg versteckt, auf dem Mose über den Jordan in das Land Kanaan geschaut hat. Da sie voll mit Gold überzogen ist, konnte sie nicht verrotten und müsste also noch da sein. Die Bibel macht aber keine Aussage darüber.
Über die Frage, warum Gott die Bundeslade in ihrem Versteck gelassen hat, statt sie in den neu erbauten (zweiten) Tempel zurückbringen zu lassen, kann man nur spekulieren. Vielleicht sollte den Juden bei der Kreuzigung Jesu und dem Zerreißen des Vorhangs noch mehr klar werden, dass der Tempel und seine Opfer ihre Bedeutung verloren hatten. Vielleicht wollte Gott auch verhindern, dass die Bundeslade in der Zeit vor der Geburt Jesu durch die verschiedenen Mächte und Herrscher entweiht wurde, die über die Juden herrschten.
Der Verbleib der Bundeslade ist unklar, da es widersprüchliche Aussagen darüber gibt, deren Glaubwürdigkeit schwer einzuschätzen ist. Da der Tempel und seine Dienste seit dem Kreuzestod Jesu ihre Funktion für uns verloren haben, dürfen wir unseren Fokus aber auf das Heiligtum im Himmel richten. Dort ist der Thron Gottes, für den die Bundeslade Israels nur ein Symbol war.
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Lebensnahe Darstellung des christlichen Glaubens und der Freundschaft mit Jesus
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