Start in die Zukunft
Die biblischen Prophezeiungen sind faszinierend und glaubensstärkend. Entdecken Sie, was die Bibel über Vergangenheit und Zukunft zu sagen hat!
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In den Evangelien finden wir nur wenige Zeitangaben über das Leben Jesu, weil den jüdisch geprägten Schreibern solche Daten offenbar nicht so wichtig waren. Durch den Einfluss der griechischen Kultur (Hellenismus) begann man aber, nach exakten Zeitangaben zu suchen. Wir sehen dies in den Berichten des Lukas, der als Grieche das Leben Jesu und die Geschichte der urchristlichen Gemeinde genau erforschte (Lukas 1,1-4; Apostelgeschichte 1,1ff.).
Wir können das Jahr der Kreuzigung Jesu bestimmen, wenn wir die Angaben der Bibel mit historischen Ereignissen im römischen Reich vergleichen. Demnach trat Johannes der Täufer im 15. Jahr des Kaisers Tiberius auf (Lukas 3,1ff.). Wenn wir davon ausgehen, dass Lukas sich hier nach dem jüdischen Kalender richtete (das jüdische Jahr begann im Monat Tischri, im Oktober/September), dann war dies der Spätherbst 27 n. Chr. Dieses Datum wird auch erreicht, wenn man die Prophezeiung der 70 Jahrwochen in Daniel 9,24-27 zurate zieht (Beginnzeitpunkt der Prophezeiung 457 v. Chr., mit dem Erlass des Artaxerxes aus Esra 7).
Als Jesus von Johannes getauft wurde und seinen Dienst begann, war er etwa 30 Jahre alt (Lukas 3,21.23; Matthäus 3,1.13). Seine Taufe fand wahrscheinlich schon kurz nach dem Auftreten des Johannes statt. Jesus zog anschließend dreieinhalb Jahre durch Palästina (Johannes 2,23; 5,1; 6,4; 13,1; Johannes berichtet von drei Passahfesten, an denen Jesus teilnahm und von einem „Fest der Juden“, das offensichtlich auch ein Passahfest war). Nach diesen dreieinhalb Jahren wurde Jesus von den Römern unter Pontius Pilatus (26-36 n. Chr. Statthalter in Judäa und Samaria) ans Kreuz geschlagen. Seine Kreuzigung fand also im Frühjahr 31 n. Chr. statt.
Drei Bibeltexte und ein historischer Hinweis bestätigen dieses Datum. So versuchten jüdische Fanatiker Jesus zu steinigen, weil er angeblich Gott lästerte (Johannes 10,30-33), doch Jesus entkam ihnen (Vers 39). Auch eine Ehebrecherin sollte in Anwesenheit Jesu gesteinigt werden (Johannes 8). Einige Jahre nach der Kreuzigung steinigten Mitglieder des Hohen Rates Stephanus (Apostelgeschichte 7,54-60). Diese Art der Hinrichtung wegen Gotteslästerung war bei den Juden üblich. Als aber Pilatus die Mitglieder des Hohen Rates aufforderte, Jesus nach dem jüdischen Gesetz selbst zu richten, antworteten ihm die Juden aber: „Wir dürfen niemand töten.“ (Johannes 18,31)
Offensichtlich war den Juden die Vollstreckung der Todesstrafe zeitweise verboten worden. Tatsächlich hatte Konsul Lucius Aelius Sejanus im Jahr 30 n. Chr. im römischen Senat einen Erlass durchgesetzt, der Juden die Durchführung der Todesstrafe verbot. Im Oktober 31 n. Chr. erhielten die Juden jedoch ihre Privilegien zurück (E. Stauffer, Jerusalem und Rom im Zeitalter Jesu Christi, Bern 1957, S. 17, 121; G. Ricciotti, Geschichte Israels, Wien 1955, Bd. II, S. 239).
Historisch gesehen kann Jesus nur während des Passahfestes 31 n. Chr. gekreuzigt worden sein. Ein Jahr vorher oder später hätten die Juden das Todesurteil selbst verhängen und vollstrecken können. Dann aber wäre Jesus gesteinigt worden (siehe Johannes 18,31.32). So zeigen das Neue Testament und die historischen Fakten, dass Jesus genau in dem Jahr starb, das schon dem Propheten Daniel (Daniel9,24-27) angekündigt worden war.
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Lebensnahe Darstellung des christlichen Glaubens und der Freundschaft mit Jesus
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